Kirchbauverein St. Petri Großmühlingen
e. V.
Von
links nach rechts:
Edgar Willsch, Beisitzer, Ingrid Baumgarten, Schriftführerin, Gabriele
Gödeke, Beisitzerin, Edith Röseler, Hauptkassierin, Ellen Kralisch,
Vorsitzende, Claus Fritze, Stellvertretender Vorsitzender, Thomas Lütgert,
Pfarrer
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Der Kirchbauverein St. Petri Großmühlingen
e. V. gründete sich auf Initiative des Pfarrers
Thomas Lütgert im Oktober 2005. Zur
Zeit gehören ihm 51 Mitglieder an. Sein erstes
großes Ziel war es, Mittel zu beschaffen,
um die marode Kirche zu ihrem 125. Jubiläum wieder
in einen würdigen Zustand zu versetzen.

Dieses Ziel konnte am 6. Oktober 2007 mit einem Wiedereinweihungsgottesdienst
erreicht werden.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Verein, dem
Pfarrer, dem Gemeindekirchenrat und dem Kirchenkreis
war von
Anfang an gegeben. So
beteiligte sich der Kirchenkreis mit 50.000 € an
den Kosten der Restaurierung. Der Verein warb
darüber
hinaus 19.333,16 € an Spendengeldern ein. Das erreichte er einerseits durch gezielte Spendenwerbung
bei Firmen, Handwerksbetrieben und bei der Volksbank.
 Andererseits gelang das durch vielfältige
Veranstaltungen in der Gemeinde (Konzerte, Vorträge,
Verkaufsaktionen), um die Einwohner des Ortes
für
die Bedeutung der Kirche für ihr Dorf zu
sensibilisieren. Partner dabei sind die Grundschule,
der Kindergarten
und die Freiwillige Feuerwehr des Ortes.
 Eine DVD über die Restaurierung und Wiedereinweihung
unter dem Titel „St. Petri – Ein
Dorf rettet seine Kirche“ wurde in Auftrag
gegeben und mit großem Erfolg verkauft.
Der größte Erfolg aber war, dass es dem
Verein gelang, dass die Kirche in das Projekt der GESAS
und der KoBa (Kommunale Beschäftigungsagentur) „Herrichtung
und Verschönerung von Kirchen und kulturhistorisch
wertvollen Gebäuden“ aufgenommen wurde.
So konnten kostenfrei durch versierte, aber langzeitarbeitslose
Fachkräfte alle anfallenden Maurer-, Putz-, Tischler-
und Malerarbeiten ausgeführt werden. Rüstungen
und Arbeitsmittel wurden ebenso gestellt.
 In vielen Arbeitseinsätzen beteiligten
sich Mitglieder des Vereins und Einwohner des Dorfes
an den Arbeiten.

Nach Abschluss der Grundsanierung und
Wiedereinweihung stehen kurz-, mittel- oder langfristig
weitere Projekte
an, zu deren Realisierung der Verein
an der Mittelbeschaffung arbeitet. Die Veranstaltungsreihen
werden kontinuierlich weitergeführt.
Eine enge Zusammenarbeit mit der Presse
ist dabei hilfreich. Für das Jahr
2008 galt es, das Projekt „Unser
Dorf braucht eine neue Kirchturmuhr“ zu
realisieren, das Jugendliche des Ortes
angeschoben haben. Die Jugendlichen
sammelten dazu mehr als ein Jahr lang
Schrott und Papier.
 Der Verein
stellte alle seine Veranstaltungen und
Spendenaktionen 2008 ebenfalls unter
das Motto:
Eine neue Turmuhr für Sankt Petri.
So konnte am Erntedankfest die neue Uhr übergeben
werden. Gefertigt
wurde sie von der Turmuhren- und Glockenfirma
Beck aus Kölleda, die Zifferblätter
und Zeiger stammen von der Firma BaP
steel solutions, Schönebeck.

2009 und 2010 hatte sich der Verein die Aufgabe gestellt,
die drei großen Bleiglasfenster im Chor des Altarraums
durch die Rekonstruktion der originalen noch vorhandenen
historischen Fragmente zu erneuern und damit dem Kirchenraum
ein wichtiges Schmuckelement wiederzugeben.
Alle Veranstaltungen und auch Spenden dienten diesem
Vorhaben, das sich auf über 10 000 Euro belief,
doch das Ergebnis ist beeindruckend und belohnt für
alle Mühe.
Die fachliche Umsetzung übernahm das renommierte
Halberstädter Restaurierungsatelier für
Glasgestaltung Hans-Georg Losert.


 Für das Jahr 2011 ist der Einbau von Türen
und Fenstern in die ehemaligen Sakristeien links und
rechts im Altarraum schon in Auftrag gegeben, um die
Verschlusssicherheit dieser beiden Räume zu gewähren.
Alle Veranstaltungen 2011 und auch alle Spenden
dienen der Rekonstruktion des großen Fensters im Eingangsbereich
der Kirche, das ebenfalls im Stil der Fenster
des Chorraumes mit Bleiglasverglasung von der Firma
Losert hergestellt
und eingebaut werden wird. |