Großmühlingen.
Am Sonnabend, dem 16. April 2011, 14.00 Uhr,
eröffnet der Kirchbauverein seine diesjährige
Veranstaltungsreihe in der restaurierten St.
Petri Kirche.
Der Geburtstag des verdienten Pfarrers und
Regionalforschers Friedrich Loose ist auch
ein Anlass, in diesem
Jahr wäre er 158 Jahre alt. Die Ausstellung
in diesem Jahr bestreitet der Magdeburger Maler
und Grafiker Rudolf Pötzsch. Es ist bereits
die 4. Kunstausstellung in der Kirche, die Interessenten
von nah und fern einlädt.
Pötzsch wurde 1950 in Leipzig geboren und
legte 1969 sein Abitur ab. Bereits von 1966 bis
1970 absolvierte er einen Kurs der Abendakademie
der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
und studierte dort anschließend bis 1975
bei so bekannten Professoren wie Werner Tübke,
Hans Mayer-Foreyt, Arno Rink und Rolf Kuhrt. Seit
dem Abschluss des Studiums mit dem Diplom 1975
als Maler und Grafiker ist er freischaffend in
Magdeburg tätig. Seitdem ist er auch Mitglied
im Verband Bildender Künstler, seit 1990 im
Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt
und im Bundesverband Bildender Künstlerinnen
und Künstler (BBK).
Er sagt über sich: „Zeichnen und Malen
kann man auf verschiedene Art und Weise. Ich habe
die für mich brauchbarste Möglichkeit
gefunden… So denke ich, dass gerade der Blick
auf die Geschichte und deren Anerkennung und Einsicht
auch künftig die brauchbaren Grundlagen
zum Arbeiten sind.“
Sehr vielseitig sind seine Arbeitsgebiete,
von denen hier nur genannt sind Malerei und
Grafik, Ölmalerei
und Mischtechniken, Handzeichnungen, Druckgrafik,
Radierungen, Buchillustration und Gestaltungen.
Beispielsweise hat er das „Magdeburger Sagenbuch“ von
Otto Fuhlrott illustriert. Auskunft gibt auch seine
Website www.rudolfpoetzsch.de. Als Dozent ist er
ebenfalls tätig.
Wer die Großmühlinger Kirche nach der
Restaurierung und Wiedereröffnung im Jahre
2007 besucht hat, dem dürfte ein großes Ölgemälde
rechts an der Wand aufgefallen sein, nach dessen
Entstehung und Aussage immer wieder viele Besucher
gefragt haben. Es stellt Thomas Müntzer, „den
Denker auf der Suche nach dem Heil“, dar.
Es ist 1989 entstanden und befindet sich seit
1990 in diesem Bördedorf. 21 Jahre hängt es
nun schon in Großmühlingen, und genau
so lange Zeit hat der Künstler es nicht wieder
gesehen. Durch die Wirren der Wende wusste er nicht
einmal, was aus dem Bild geworden ist und wo es
sich heute befinden könnte. Wie es zu dem
Wiedersehen kam und was der Künstler heute
zu seinem Werk und der Umgebung, in der es hängt,
sagt?
Auf alle Fragen werden die Interessenten am
16. April eine Antwort finden.
Der Titel für die Ausstellung ist "EIN-BLICKE".
Gezeigt werden Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik.
Auch ein Entwurf zu dem Müntzer-Gemälde
ist zu bewundern. An Aquarellen werden einige
seiner Arbeiten gezeigt, die bei einer Studienreise
in
Israel (1999) entstanden sind. Zeichnungen zu
verschiedenen Themen bis hin zu einigen Kinderbildnissen
sind
ebenfalls zu sehen.
Die Ausstellungseröffnung wird umrahmt von
Musik der Gruppe MUSIKWERK e. V. aus Barby.
Dies ist ein Verein zur Förderung von Kunst,
Bildung und Kultur, der seit April 2009 besteht.
Viele der Mitglieder des Vereins haben langjährige
Erfahrung bei der Gestaltung von kulturellen Veranstaltungen.
Seit 2008 besteht die Gruppe „Febbraio“,
bestehend aus Matthias Ihlo (Tenor), Christiane
Luther (Sopran) und Antje Prössel (Alt). Sie
singen Lieder, aus Oper, Musical und internationale
Hits. Aufgetreten sind sie schon sowohl in den
alten als auch in den neuen Bundesländern
und auch beim Sachsen-Anhalt-Tag in diesem Jahr
werden sie dabei sein.
Wie immer lädt der Kirchbauverein anschließend
zum Kaffeetrinken mit selbst gebackenem Kuchen
ein. Alle Kunstinteressenten sind herzlich willkommen.
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Porträt Rudolf Pötzsch – seine Arbeiten sind ab 16. April
in der St. Petri Kirche zu sehen.
Dieses Monumentalgemälde „Thomas Müntzer“ befindet
sich seit 2007 in der Großmühlinger Kirche
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